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Akira und ich saßen an der Bar des Deruta und warteten darauf, dass unsere Leute auch den massigen Türsteher passierten. Er sah bedrohlich aus und das war er vermutlich auch, aber der hellste war er nicht, da einige von uns, mich eingeschlossen, noch nicht volljährig waren und hier trotzdem ein und aus gingen.
Dann aber passierte es – mein Exfreund betrat die Disco. Ich sah in sein Gesicht und verzog keine Miene. In mir dagegen tobte der Sturm. Unsere Blicke trafen sich und alles, was ich sah verwirrte mich zu tiefst. Hatte ich doch heute Morgen zuversichtlich die letzte greifbare Erinnerung an ihn verbannt, so waren die andern Erinnerungen noch da. Die ungreifbaren, unauslöschlichen, die immernoch in meinem Bewusstsein steckten.
Akira bemerkte natürlich, wie ich verstört wieder den Blick von Ren löste. „Na los, geh schon. Schaff es aus der Welt, was auch immer es ist.“
Mit einem Nicken glitt ich von meinem Hocker, auf dem sogleich ein Mitglied unserer Clique meinen Platz einnahm. Ich schlenderte zur Tanzfläche und achtete darauf, direkt an Ren vorbei zu laufen. Meine Taktik funktionierte, denn gerade, als ich an ihm vorbei gehen wollte, hielt er mich an der Schulter zurück.
„Akemi… können wir reden?“ Ich betrachtete ihn eingehend. Grüne, durchdringende Augen, die mich selbstbewusst, aber doch verletzt anblickten, Pechschwarze Haare mit grünen Strähnen und eine klassische, gerade Nase. Ren sah einfach verdammt gut aus.
„Gut, lass uns reden.“, erwiderte ich stolz. Zusammen gingen wir etwas von der Musik weg, um nicht schreien zu müssen.
„Es tut mir so Leid, das alles war ein Fehler! Wir gehören zusammen! Gib mir noch eine Chance, ich habe mich geändert.“ Rens Augen blickten mich treu an. Ich musste ihm anrechnen, dass er seinen Blick mit meinem verschränkte statt ihn wie zu der Zeit, als wir zusammen waren, über meinen Körper wandern zu lassen.
Ich lächelte matt. „Ren… weißt du, welche Wunden schneller heilen? Körperliche oder geistige?“
Er schluckte, gab aber keine Antwort. „Die körperlichen heilen schneller. Versuch doch einmal, Erinnerungen zu heilen. Denn erst wenn meine Erinnerungen geheilt sind, wird aus uns vielleicht wieder etwas werden.“, versetzte ich kühl.
Ich beugte mich vor, fühlte mich schmerzlich an die Zeit erinnert, als ich ihn nun geküsst hätte und wusste aber, dass er die selben oder schlimmere Schmerzen litt als ich, was mir die Kraft gab, einfach nur zu zwinkern und auf dem Absatz umzukehren. In meiner Kehle befand sich ein riesiger Knoten, als ich den Weg zurück zur Musik und zu Akira und der Bar ging.
Tatsächlich hatte Ren mich aber wirklich verletzt und die moderne Medizin kannte keine Heilmittel für seelische Schäden. Was würde Erinnerungen heilen?
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Oh oh oh, was ist da nur vorgefallen zwischen meinem persönlichen Lieblingspärchen? Den Rückblick gibts im nächsten Post!