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Healing Memories - Erinnerungen heilen. Das und nichts anderes versucht Akemi zunächst zu erreichen, doch schon bald gerät sie von einem Abenteuer ins nächste, den Jungen, dem sie die schlechten Erinnerungen verdankt, direkt an der Seite und auch die beste Freundin ist nicht weit.

Samstag, 21. April 2012

Ren

Babababaaaaaaaaa babababaaaaaaaaaa :D Es geht dramatisch weiter...
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Akira und ich saßen an der Bar des Deruta und warteten darauf, dass unsere Leute auch den massigen Türsteher passierten. Er sah bedrohlich aus und das war er vermutlich auch, aber der hellste war er nicht, da einige von uns, mich eingeschlossen, noch nicht volljährig waren und hier trotzdem ein und aus gingen.

Dann aber passierte es – mein Exfreund betrat die Disco. Ich sah in sein Gesicht und verzog keine Miene. In mir dagegen tobte der Sturm. Unsere Blicke trafen sich und alles, was ich sah verwirrte mich zu tiefst. Hatte ich doch heute Morgen zuversichtlich die letzte greifbare Erinnerung an ihn verbannt, so waren die andern Erinnerungen noch da. Die ungreifbaren, unauslöschlichen, die immernoch in meinem Bewusstsein steckten.

Akira bemerkte natürlich, wie ich verstört wieder den Blick von Ren löste. „Na los, geh schon. Schaff es aus der Welt, was auch immer es ist.“

Mit einem Nicken glitt ich von meinem Hocker, auf dem sogleich ein Mitglied unserer Clique meinen Platz einnahm. Ich schlenderte zur Tanzfläche und achtete darauf, direkt an Ren vorbei zu laufen. Meine Taktik funktionierte, denn gerade, als ich an ihm vorbei gehen wollte, hielt er mich an der Schulter zurück.

„Akemi… können wir reden?“ Ich betrachtete ihn eingehend. Grüne, durchdringende Augen, die mich selbstbewusst, aber doch verletzt anblickten, Pechschwarze Haare mit grünen Strähnen und eine klassische, gerade Nase. Ren sah einfach verdammt gut aus.

„Gut, lass uns reden.“, erwiderte ich stolz. Zusammen gingen wir etwas von der Musik weg, um nicht schreien zu müssen.

„Es tut mir so Leid, das alles war ein Fehler! Wir gehören zusammen! Gib mir noch eine Chance, ich habe mich geändert.“ Rens Augen blickten mich treu an. Ich musste ihm anrechnen, dass er seinen Blick mit meinem verschränkte statt ihn wie zu der Zeit, als wir zusammen waren, über meinen Körper wandern zu lassen.

Ich lächelte matt. „Ren… weißt du, welche Wunden schneller heilen? Körperliche oder geistige?“

Er schluckte, gab aber keine Antwort. „Die körperlichen heilen schneller. Versuch doch einmal, Erinnerungen zu heilen. Denn erst wenn meine Erinnerungen geheilt sind, wird aus uns vielleicht wieder etwas werden.“, versetzte ich kühl.

Ich beugte mich vor, fühlte mich schmerzlich an die Zeit erinnert, als ich ihn nun geküsst hätte und wusste aber, dass er die selben oder schlimmere Schmerzen litt als ich, was mir die Kraft gab, einfach nur zu zwinkern und auf dem Absatz umzukehren. In meiner Kehle befand sich ein riesiger Knoten, als ich den Weg zurück zur Musik und zu Akira und der Bar ging.

Tatsächlich hatte Ren mich aber wirklich verletzt und die moderne Medizin kannte keine Heilmittel für seelische Schäden. Was würde Erinnerungen heilen?
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Oh oh oh, was ist da nur vorgefallen zwischen meinem persönlichen Lieblingspärchen? Den Rückblick gibts im nächsten Post!

Donnerstag, 12. April 2012

Deruta

Yuiiii der erste Post :D man, ich bin so aufgeregt, ob aus der Story in meinem Kopf was wird! Im Moment vermutlich noch etwas banal, aber keine Sorge, es geht bald rund.
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Ein Klingeln, ein gezielter Schlag, ein erholsamer Schlaf.

Nein, der Wecker klingelte wieder.

Ich stand auf, öffnete ein Fenster und sog die frische Morgenluft ein. Dann nahm ich meinen Wecker und beförderte ihn knallhart mit einem geplanten Wurf in die bereitstehende Mülltonne. Wie ein sterbendes Tier fiepte er noch einen letzten schrillen Ton, bevor sein Gehäuse endgültig aufplatzte und das Innenleben preisgab.

"Nie wieder!", knurrte ich und schloss das Fenster mit einem Ruck wieder. Trotzdem blieb ich noch am Fenster stehen und sah nach draußen. Ein Lächeln stahl sich auf mein Gesicht. Nie wieder.

"Du scheinst heute gute Laune zu haben.“

„In der Tat.“, gab ich zu. „Und willst du wissen, warum? Das war das letzte Überbleibsel aus unserer Beziehung und heute bin ich es losgeworden. Ich bin jetzt darüber hinweg.“

Tatsächlich, im laufe der letzten Wochen war ich alles losgeworden, was mich noch an meinen Exfreund erinnert hatte. Zuerst die Bilder. Dann die Dinge, die er mir geschenkt hatte. Seine CDs. Und heute zu guter Letzt den Wecker, dessen Alarm mich an die Zeit erinnerte, als er abends in mein Zimmer eingebrochen war und wir nebeneinander eingeschlafen waren. Wie der Wecker klingelte und ich freudig die Augen öffnete, nur um in den seinen zu versinken…

Und das schönste war, dass es mich nicht mehr interessierte. Das war ein Wecker mit nerv tötendem Klingeln und nichts weiter.

„Zieh dir was Schickes an, heute gehen wir Feiern!“

Breit grinsend drehte ich mich zu meiner langjährigen Freundin um. „Deruta?“

„Aber hallo!“

Das Deruta war ein Club mit super Musik und massenweise coolen Leuten. Uns stand ein interessanter Abend bevor.